Sprachcafé Verl – Begegnung, Sprache und Gemeinschaft seit 2015

18.11.2025

Sprachcafé Verl – Begegnung, Sprache und Gemeinschaft seit 2015

Am letzten Samstag feierten wir im katholischen Pfarrzentrum ein buntes Fest.

Am letzten Samstag feierten wir im katholischen Pfarrzentrum ein buntes Fest, zu dem mehr als 60 Erwachsene und rund 30 Kinder kamen – ein fröhliches Miteinander mit Tanz, Musik und leckerem Essen, das die lebendige Gemeinschaft des Sprachcafés eindrucksvoll gezeigt hat. Das Sprachcafé Verl ist seit 2015 ein Ort der Begegnung, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkommen, Sprache lernen und Gemeinschaft erleben. Was als Treffpunkt für Geflüchtete begann, hat sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Miteinanders in Verl entwickelt.

Entstehung und Entwicklung
Im Jahr 2015 wurde das Sprachcafé gegründet, um neu zugewanderten Menschen einen offenen und unterstützenden Raum zu bieten. Die wöchentlichen Treffen fanden zunächst an verschiedenen Orten statt – in der Gemeinschaft Libelle e.V., im Gemeindehaus der evangelischen Kirche und im katholischen Pfarrzentrum. Seit 2018 hat das Sprachcafé im katholischen Pfarrzentrum sein dauerhaftes Zuhause gefunden. Hier treffen sich Besucherinnen und Besucher jeden Donnerstag von 16:00 bis 18:30 Uhr.

Trägerschaft und Ehrenamt
Getragen wird das Sprachcafé durch die Caritas Konferenz St. Anna Verl und das Droste-Haus / Familienzentrum Stadt Verl. Ein großes Team engagierter Ehrenamtlicher sorgt Woche für Woche dafür, dass sich alle Gäste willkommen fühlen, Unterstützung erhalten und miteinander in Kontakt kommen können.

Ziel und Haltung
Das Sprachcafé kann den Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, keinen Ersatz dafür bieten – aber es möchte ein Stück neue Heimat schaffen. Menschen aus dem Iran, Syrien, Bangladesch, Ghana, der Türkei, Afghanistan, Ukraine, Eritrea, Irak, Russland, der Mongolei und Rumänien finden hier einen Ort des Gesprächs, der Orientierung und des Lernens.
Das Team begleitet im Alltag, vermittelt die deutsche Sprache, hört zu und begegnet allen Besucherinnen und Besuchern mit Respekt, Offenheit und Herzlichkeit.

Gemeinschaft und Unterstützung
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen bereits seit 2015 regelmäßig – andere finden erst seit Kurzem ihren Weg ins Sprachcafé. In Gesprächen, beim gemeinsamen Lernen, Spielen und Feiern ist in den vergangenen Jahren eine lebendige, vielfältige Gemeinschaft entstanden.
Das Sprachcafé unterstützt bei der Orientierung im neuen Lebensumfeld, hilft bei Wohnungs- und Arbeitssuche, begleitet zu Behörden- oder Arztterminen und organisiert bei Bedarf Sachspenden wie Möbel oder Haushaltsgegenstände. Gemeinsame Aktivitäten stärken das Miteinander und fördern das gegenseitige Verständnis.

Gemeinsame Aktivitäten
Die Liste der gemeinsamen Erlebnisse ist lang und bunt: Ausflüge zum Hermannsdenkmal, an den Schieder See, in die Zoos in Münster, Osnabrück und Heiligenkirchen, ins Safariland Stukenbrock, den Potts-Park, Fort Fun oder den Maximilianpark Hamm gehören ebenso dazu wie Picknicks, Grillnachmittage, Kinobesuche oder Bowlingrunden. Selbst während der Corona-Pandemie blieb der Kontakt bestehen – über Zoom, Spaziergänge und kleine Treffen an der frischen Luft.

Dank und Ausblick
Das Sprachcafé-Team möchte auch in Zukunft dazu beitragen, dass neu zugewanderte Menschen in Verl ankommen, Freundschaften knüpfen und Vertrauen in ihr neues Lebensumfeld entwickeln können. In enger Kooperation mit der Caritas Konferenz St. Anna Verl und dem Familienzentrum Stadt Verl im Droste-Haus gelingt es immer wieder, neue ehrenamtlich Engagierte für die Mitarbeit zu gewinnen. „Wir können den Menschen ihre Heimat nicht ersetzen – aber wir können ihnen helfen, sich hier zuhause zu fühlen“, so Margret Lütkebohle und Helga Eckert, dem Team der ersten Stunde. "Der Einsatz lohnt sich und wir sind sehr dankbar, dass wir ein ehrenamtliches Team um uns haben, die das Sprachcafé unterstützen", so Lütkebohle.

Förderung
Das Sprachcafé wird aus Mitteln des Landes NRW – des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration – gefördert und durch den Kreis Gütersloh im Rahmen der Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Geflüchtetenhilfe unterstützt.

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