Erste Jugendbegegnung in Teneriffa

05.12.2019

Erste Jugendbegegnung in Teneriffa

„Verantwortung für dich, mich und Europa!“

Zu diesem Thema haben sich im November zwölf Jugendliche der Von-Zumbusch–Gesamtschule in Herzebrock-Clarholz (VZG) und 12 Jugendliche der IES San Benito in Laguna zu einer ersten Begegnung auf Teneriffa getroffen. Die Jugendlichen haben bei dieser Internationalen Jugendbegegnung die Möglichkeit bekommen, neue Freundschaften über die Ländergrenzen hinweg zu knüpfen und entdeckt, auf welch vielfältige Art und Weise man Verantwortung übernehmen kann.

Die Übernahme von Verantwortung hat dabei schon im Alltagsleben begonnen: Die deutschen Jugendlichen haben auf Teneriffa in Gastfamilien gewohnt und waren eine Woche lang Teil der kanarischen Familien. Sie haben zum Beispiel beim Abwasch oder beim Vorbereiten des Essens geholfen und wurden gleichzeitig aber auch für ihr Engagement bereits ab dem Moment der Ankunft in La Laguna mit einer großen Herzlichkeit und Gastfreundschaft belohnt. 

Die Jugendlichen haben während dieses Austauschprojektes gezeigt, dass sie auch bereit sind, über das Alltagsleben in der Familie oder in der Schule auch in der Gesellschaft und im Umweltschutz Verantwortung zu übernehmen. Sie haben gemeinsam Bäume gepflanzt, am Strand Müll gesammelt, Protestplakate geben den Klimawandel gestaltet und ein Video gedreht, mit dem sie auf den Klimawandel aufmerksam machen möchten, damit sich mehr Menschen für den Klimaschutz in Europa und weltweit engagieren.

Ein Vortrag der Professorin Dr. Cintia Hernández Sánchez der Universität La Laguna im Rahmen des Forschungsprojektes IMPLAMAC, das die Auswirkungen von Mikroplastik an den Stränden Teneriffas erforscht, hat den Jugendlichen die Folgen unseres Plastikkonsums für die Umwelt und die Tierwelt sehr nah gebracht. Die Jugendlichen durften nach dem Vortrag selbst in die Rolle der Forscher schlüpfen und Mikroplastik klassifizieren und analysieren. 

Johanna Hentschel, Bundesfreiwillige im Droste-Haus, nahm auch an der Begegnung teil und zeigte sich sichtlich betroffen: „Ich werde auf jeden Fall in Zukunft mehr darauf achten, nicht so viel Plastik zu kaufen!“. Dass sich die Übernahme von Verantwortung lohnt, hat sich auch bei der Besichtigung des Tierparks Loro Parque und des Inselvulkans El Pico del Teide gezeigt: Die wunderschöne Landschaft rund um den Nationalpark war ein absolutes Highlight für alle Jugendlichen.

Die Gruppe wurde von den Lehrern der VZG Marian Budde und Javier García sowie der pädagogischen Mitarbeiterin Anne Schulte des Droste-Hauses begleitet. Das Projekt wird von der Europäischen Union über das Programm Erasmus+ gefördert und geht im Sommer 2020 weiter: Im Juni werden die kanarischen Jugendlichen bereits mit großer Vorfreude hier in Ostwestfalen von den Jugendlichen und ihren Familien erwartet. Sie werden dann weiter zum Projektthema arbeiten und machen sich unter anderem auf in die Fahrradstadt Münster, um dort die Stadt nachhaltig mit dem Rad zu erkunden.