Gelebte Inklusion

02.12.2019

Gelebte Inklusion

Ende November endete der Qualifizierungskurs „Umgang mit Kleinkindern“ des Droste-Hauses, der zum zweiten Mal in Kooperation mit der wertkreis Gütersloh gGmbH durchgeführt wurde.

Hierfür wurde das seit 2007 erprobte Konzept des „Babysitterkurses“ erweitert und verbessert. Der Kurs wurde von einem multiprofessionellen Bildungsteam begleitet, um heilpädagogische Bedarfe mit zu berücksichtigen. 

Das Besondere: Teilnehmende von wertkreis Gütersloh waren in diesem Jahr zum zweiten Mal bei dem Qualifizierungskurs dabei. Die Absolventen*innen werden danach in der Regel in die Vermittlungskartei des Droste-Hauses aufgenommen und bei Anfrage an junge Familien vermittelt. Auch inhaltlich stellt der Kurs eine Erweiterung des schon seit vielen Jahren erfolgreichen Kurskonzeptes dar. 

Da das Personal von wertkreis Gütersloh in drei additiven Kindertageseinrichtungen auch viele Kinder mit heilpädagogischem Förderbedarf betreut, wurden die Inhalte für die speziellen Bedarfe der Teilnehmer*innen von wertkreis Gütersloh erweitert. Der Großteil der Unterrichtseinheiten fand im FiLB, Auf’m Kampe 10, in Gütersloh statt.

Die Kursleitung übernahmen mit Sigrid Schlingmann, Fachkinderkrankenschwester und Familienkinderkrankenschwester, Marina Lehniger, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, Michael Butterweck, Dipl.-Päd. und Familientherapeut, Tanja Butterweck, Dipl.-Päd. und Simone Pankoke, Heilpädagogin, Dozenten*innen des Droste-Hauses mit ganz unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten. Für wertkreis Gütersloh wurde das gemeinsame Projekt von Katja Kosfeld, Sozialarbeiterin der Beruflichen Bildung und Fachwirtin für Erziehungswesen, geleitet und begleitet. 

Lerninhalte bestanden unter anderem aus: Informationen zu Rechten und Pflichten, kindlicher Entwicklung, einer erweiterten Unterweisung in Erster Hilfe, berufliche Rollen und dem Themenbereich Didaktik und Methodik des Spiels. 

Ulrich Rötgers, Leiter im Bereich Berufliche Bildung des wertkreis, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Qualifizierungskurs. „Über Inklusion wird immer viel geschrieben. Das Droste-Haus und der wertkreis Gütersloh machen es in der Praxis, und das sehr erfolgreich“, so Rötgers. Karl-Josef Schafmeister, Vorsitzender des Droste-Hauses ergänzte: „Heute Nachmittag erleben wir gelebte Inklusion. Ein Zertifikat zu erhalten ist für Jugendliche sehr wichtig und es freut mich, dass auch in diesem Jahr das Interesse an unserem Angebot wieder sehr groß war:“ 

Bei der Zertifikatsübergabe waren auch viele Eltern dabei, die anschließend bei Kaffee und Kuchen bei einem gemütlichen Zusammensein noch Zeit zum Austausch hatten.