22.05.2026
Jugendbegegnung zu Fast Fashion und Ressourcenverbrauch
Eine Woche voller Begegnungen, neuer Perspektiven und gemeinsamer Ideen: Vom 13. bis zum 20. Mai hat bei uns im Droste-Haus eine internationale Jugendbegegnung mit 26 Jugendlichen stattgefunden und viele bleibende Eindrücke hinterlassen.
Gemeinsam mit dem Institut Antoni Cumella aus Granollers (Spanien) ist ein intensiver Austausch entstanden, der eindrucksvoll zeigt, wie lebendig europäische Verständigung sein kann. Gefördert durch Erasmus+ setzten sich die Teilnehmenden mit einem Thema auseinander, das sie alle betrifft: „Fast Fashion and the Waste of Resources“, also dem massiven Ressourcenverbrauch durch Fast Fashion. Schon bei der Ankunft wurde deutlich: Diese Woche wird besonders. Beim Kennenlernen im Droste-Haus, bei Teambuilding-Aktionen und einem gemeinsamen Grillnachmittag wuchs die Gruppe schnell zusammen.
Ein offizieller Höhepunkt war der Empfang im Rathaus durch Bürgermeister Robin Rieksneuwöhner, der die Bedeutung internationaler Begegnungen für ein friedliches Miteinander betonte. Genau darum geht es auch dem Verein Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh, der seit 1959 Brücken zwischen Menschen und Kulturen baut und Träger des Droste-Hauses ist.
Inhaltlich wurde es in den vergangenen Tagen sehr intensiv: In Workshops und Projektphasen setzten sich die Jugendlichen kritisch mit den Auswirkungen von Fast Fashion auseinander. Bei der Stadtführung durch das Spinnereiviertel in Bielefeld wurde greifbar, wie aufwendig Textilproduktion ursprünglich war – ein spannender Kontrast zur heutigen Wegwerfmode. Auch an den weiteren Tagen blieb das Programm abwechslungsreich: Ein Workshop mit dem Umweltbildungsmobil der Wertstoff Werkstatt vertiefte die Auseinandersetzung mit Ressourcenverbrauch und Recycling. Bei der Standorterkundung in Detmold entdeckten die Jugendlichen gemeinsam die Region. Ein besonderer Abschluss war der traditionelle Gastfamilienabend bei uns im Droste-Haus – mit Präsentationen der Projektergebnisse, vielen persönlichen Eindrücken und einem selbstgemachten Buffet in entspannter Atmosphäre.
Die Begegnung zeigt wie viel in kurzer Zeit entstehen kann – nicht nur an Wissen, sondern vor allem an echten Verbindungen zwischen jungen Menschen aus unterschiedlichen Ländern.
Umso schöner, dass der Austausch weitergeht: In der ersten Woche der Herbstferien reisen die deutschen Jugendlichen zur Rückbegegnung nach Granollers. Die Vorfreude darauf ist bereits jetzt spürbar.
Begleitet wurde die Begegnung für das Droste-Haus von der Bildungsreferentin Bianca Gallardo Gomez sowie Henrik Göbel, der sich ehrenamtlich aktiv im Jugendaustauschwerk engagiert. Mit viel Erfahrung und Engagement schufen sie gemeinsam mit den beiden Leitungen des katalonischen Kooperationspartners den Rahmen für eine Woche, die zeigt, was internationale Jugendarbeit leisten kann: Begegnung auf Augenhöhe, gemeinsames Lernen und ein starkes Zeichen für ein solidarisches Europa.
Bianca Gallardo Gomez bringt es auf den Punkt: „Solche Begegnungen eröffnen jungen Menschen neue Perspektiven, stärken ihr Verantwortungsbewusstsein und zeigen, wie wichtig Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist.“
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