29.04.2026
Internationale Jugendbegegnung in Lettland
Zwischen intensiven Gesprächen, kreativen Projekten und vielen gemeinsamen Erlebnissen wurde in Valmiera eine Woche lang spürbar, was Europa im Kleinen bedeuten kann: Begegnung, Austausch und der gemeinsame Blick nach vorn.
Vom 17. bis 24. April 2026 trafen sich 30 Jugendliche aus Deutschland und Lettland im Rahmen einer durch Erasmus+ geförderten Jugendbegegnung im lettischen Valmiera. Organisiert wurde das Projekt vom Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh e.V., Träger des Droste-Hauses in Verl in Kooperation mit dem Pargaujas Staatsgymnasium in Valmiera. Für die Teilnehmenden war es ein Wiedersehen: Bereits im Herbst 2025 hatten sie sich in Deutschland kennengelernt – nun wurde die Zusammenarbeit unter der Leitung des Bildungsreferenten Benjamin Ludwig sowie Dace Stīpiņa und Kārlis Krastiņš auf lettischer Seite vertieft.
Unter dem Titel „Brücken bauen & Kulturen verbinden: Zusammen für unsere Zukunft in Europa“ setzten sich die Jugendlichen intensiv mit ihren eigenen kulturellen Wurzeln und gemeinsamen europäischen Perspektiven auseinander. Im Mittelpunkt standen diesmal besonders Traditionen und Bräuche im Vergleich zwischen Deutschland, Lettland und Europa. In Workshops wurde diskutiert, verglichen und hinterfragt: Was prägt unsere Identität? Was verbindet uns über Ländergrenzen hinweg?
Neben der inhaltlichen Arbeit erlebte die Gruppe hautnah, wie Traditionen in Lettland gelebt werden. Ein Besuch auf einem typisch lettischen Hof bot Raum für Natur, Bewegung und gemeinsames Erleben – eine willkommene Gelegenheit, sich abseits des Programms besser kennenzulernen. Ebenso eindrucksvoll war der Besuch eines Tanz- und Akrobatikwettbewerbs sowie einer Tanzshow mit traditionellen lettischen Tänzen und Trachten, die den Jugendlichen einen lebendigen Einblick in die kulturellen Wurzeln des Landes ermöglichte.
Ein besonderes Highlight war die Begegnung mit dem Musiker Jöran Steinhauer, einem aus Bochum stammende Künstler, der Lettland 2014 beim Eurovision Song Contest als Frontsänger der Band Aarzemnieki vertrat. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurde musiziert, gelacht und im Rahmen eines Deutschland-Quiz spielerisch Wissen ausgetauscht. Auch Ausflüge, unter anderem in die lettische Hauptstadt Riga, sowie gemeinsame Aktivitäten vor Ort rundeten das Programm ab. Dabei entstanden nicht nur neue Perspektiven, sondern auch echte Freundschaften.
Die Begegnung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig internationale Jugendarbeit ist: Sie schafft Räume für Austausch, stärkt das Verständnis füreinander und macht Europa für junge Menschen ganz konkret erlebbar. „Gerade in Zeiten, in denen Europa vor vielen Herausforderungen steht, sind persönliche Begegnungen wie diese von unschätzbarem Wert. Sie fördern nicht nur interkulturelle Kompetenzen, sondern zeigen den jungen Menschen auch, dass sie selbst Teil eines gemeinsamen Europas sind und dessen Zukunft aktiv mitgestalten können“, betont Benjamin Ludwig. Oder anders gesagt: Europa wächst dort zusammen, wo Menschen sich begegnen.
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