Begegnungen im Inland

Lettland 2017

Viele 100 Jugendliche sind aus dem Ausland bei uns zu Gast. Nicht nur in den Sommerferien empfangen wir internationale Gruppen, sondern auch im Frühjahr und Herbst. Die Pädagogischen Mitarbeiterinnen des Droste-Hauses betreuen die Gruppen und bereiten im Vorfeld über Wochen ein umfangreiches Fachprogramm für den Aufenthalt vor. Wichtige Kooperationspartner für Internationale Begegnungen sind die weiterführenden Schulen. Wenn Sie als Schule Interesse an einer Zusammenarbeit haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Neben dem Fachprogramm ist der Aufenthalt in einer deutschen Familie eine wichtige Säule der Begegnung. Wir suchen immer wieder engagierte und interessierte Familien.

Gastfamilie sein - Was bedeutet das?

In erster Linie bedeutet es, seine Türen für jemand Fremdes zu öffnen. Einen Gast aufzunehmen heißt nicht nur einen Schlafplatz zur Verfügung zu stellen und ihm oder ihr etwas zu essen zu geben. Sondern es heißt darüber hinaus, offen gegenüber einer fremden Person zu sein und sogar noch mehr als das: sie an dem eigenen Familienleben teilhaben zu lassen, sie einzubeziehen, sie kennen lernen zu wollen.
In der praktischen Umsetzung sieht das wie folgt aus: 

Unsere Internationalen Gäste kommen im Laufe des Jahres für einen bestimmten Zeitrahmen in einer Gruppe mit 15 bis 25 Jugendlichen. Alle Jugendlichen wohnen in Gastfamilien entweder alleine oder zu zweit. Während dieser Zeit nehmen die Gäste an einem vielfältigen Tagesprogramm des Droste-Hauses teil. Das bedeutet, wochentags sind die Jugendlichen in der Regel von 9 bis 18 Uhr unterwegs, die Abendstunden und Wochenenden stehen den Gastfamilien zur freien Gestaltung mit ihren Gästen zur Verfügung. Vielleicht möchten Sie Ihren Gästen die nähere Umgebung zeigen, Spieleabende veranstalten oder sie zu einer Familienfeier mitnehmen? Oft ist es auch möglich, dass Gastgeschwister (ab 14 Jahren) an Tagesausflügen, z.B. nach Köln oder Münster, teilnehmen können. Sprechen Sie uns einfach darauf an.

Internationales Sommerfest am Samstag, 22. Juli ab 18 Uhr
mit Gästen aus Ägypten, Schweiz und Tschechien

Termine 2018

Land Zeitraum
PädagogenInnen aus Tschechien So., 08.07. - So., 22.07.18
Kairo/Ägypten Sa., 07.07.-Mo., 23.07.18 ( 16.07.-20.07.18 in Berlin)
Kanton Valais/Schweiz In der ersten Hälfte der Sommerferien 2018
Wologda/Russland Mi., 19.09.- Fr., 28.09.18
Gruppe aus Polen im Februar
Gruppe aus Polen im März
Gruppe aus Schweden im März
Gruppe aus Australien im März/April
Gruppe aus Ungarn im April
Gruppe aus Russland im Mai
Gruppe aus Weißrussland

Vom 25. Februar bis zum 4. März waren 30 Jugendliche aus Breslau mit ihren drei Leiterinnen zu Gast in Verl. Der Schüleraustausch, der vom Droste-Haus und den Lehrern Andrea und Norbert Stuckenbrock des Gymnasiums Verl organisiert wurde, stand unter dem Titel „Arbeitswelten von deutschen und polnischen Jugendlichen“. Gefördert wurde die Begegnung vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Stadt Verl. Die Jugendlichen waren in Gastfamilien untergebracht. Viele waren alleine in einer Familie und hatten so die Chance, die deutsche Sprache zu üben und den Alltag in Deutschland besser kennenzulernen.

Die Woche begann mit einer Begrüßung durch Schulleiter Matthias Hermeler, der sich sichtlich über den Besuch der polnischen Gruppe freute. Anschließend folgte ein Rundgang mit Verler Gymnasiasten in der Schule und in der Stadt Verl. Auch im weiteren Verlauf der Begegnung nahmen die Verler Schülerinnen und Schüler an mehreren Programmpunkten zum Projektthema teil. Besonders gut war die Stimmung am Mittwoch beim gemeinsamen Projekttag: Passend zum Thema war ein Berufsparcours der Stadt Gütersloh aufgebaut, bei dem die Jugendlichen ihre Geschicklichkeit und Fähigkeiten ausprobieren konnten, um herauszufinden, welcher Beruf später in Frage kommt. Beim anschließenden Besuch der Bowlingbahn intensivierte sich der Kontakt der polnischen und deutschen Schüler weiter.
Auch der Empfang im Verler Rathaus mit dem Ersten Beigeordneten Heribert Schönauer gefiel der Gruppe sehr gut. Schönauer erläuterte die Geschichte Verls und ging auf Fragen rund um Wirtschaft und Ausbildung ein. Hier war vor allem der Fachkräftemangel Gesprächsthema. 

Gemeinsame Ausflüge der Breslauer und Verler Schüler nach Osnabrück, zur Uni Bielefeld, in die Oetker-Welt und nach Paderborn, dienten dazu, die Umgebung kennenzulernen und den interkulturellen Charakter zu fördern. Zum Abschluss der Woche fand dann noch ein Tanzworkshop unter der Leitung von Lehrerin Paula Salas Poblete im Gymnasium statt sowie ein deutsch-polnischer Abend im Droste-Haus, an dem mit einer Europaolympiade Abschied genommen wurde.

Birte Hornberg-Ersay, Leiterin der Jugendbildungsstätte und hauptverantwortlich für Internationale Begegnungen zog eine positive Bilanz: „Der Aufenthalt in den Gastfamilien und der intensive Kontakt unter den Jugendlichen ist uns in diesem Jahr besonders gut gelungen.“ Sie freute sich, dass sich viele schon jetzt für den Gegenbesuch Anfang Juni informieren und anmelden wollen. Und Norbert Stuckenbrock bekräftigte: „Die Begegnung unserer Schüler mit den Breslauer Gästen war in diesem Jahr besonders fruchtbar.“

Wer jetzt neugierig geworden ist und selber als Gastfamilie mitmachen möchte, kann sich im Droste-Haus oder auf der Homepage www.droste-haus.de informieren.

Polen 1 Berufsparcours
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Deutsch-Polnisches Jugendwerk

Am Freitag, 16.3., empfing Bürgermeister Esken die polnischen Gäste des Droste-Hauses im Rathaus. 24 Jugendliche vom Technischen Gymnasium in Breslau sind vom 14. bis 21. März in Verl zu Besuch. Der Bürgermeister erläuterte den Jugendlichen die Entwicklung der Stadt Verl. Besonders eingegangen ist er auf die Problematik, dass in Verl Land für die Industrie, für die Landwirtschaft und für den Wohnungsbau benötigt wird. Er forderte die Jugendlichen auf, Ideen zu entwickeln, wie sie diese Problematik lösen würden.
Untergebracht sind die jungen Polen, wie alle Droste-Haus Gäste, in Gastfamilien. Im Laufe des Jahres erwartet das Droste-Haus weitere 13 Gruppen aus vielen Ländern. Weitere Informationen dazu auf www.droste-haus .de oder telefonisch unter 05246-2973.

Polen 2 beim Bürgermeister
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Deutsch-Polnisches Jugendwerk

Droste-Haus organisiert Schwedenaustausch mit dem Städtischen Gymnasium Gütersloh
Unter dem Motto „Europa macht Spaß- sei kommunikativ!“ erleben 22 deutsche Jugendliche des Städtischen Gymnasiums Gütersloh und 22 schwedische Jugendliche der Solskifteschule in Åkersberga eine abwechslungsreiche Woche. Die Jugendlichen haben sich bereits im Oktober vergangenen Jahres während einer gemeinsamen Woche in Schweden kennengelernt. Nachdem die Jugendlichen am ersten Programmtag von Schulleiter Herrn Rotthaus und im Rathaus der Stadt Gütersloh herzlich willkommen geheißen wurden, begann die Projektarbeit. Das Programm wird aus den EU-Mitteln Erasmus+ gefördert und befasst sich in diesem Jahr mit dem Thema Kommunikation. „Die Jugendlichen sollen den Alltag im anderen Land kennenlernen und ihr Projekt zum Thema "Europa macht Spaß- sei kommunikativ" mitgestalten. Dabei erleben sie auch wie schwierig Kommunikation sein kann und was bedacht werden muss damit sie funktioniert “, so Heike Rinke vom Droste-Haus Verl. Gemeinsamkeiten, Unterschiede und kulturelle Besonderheiten sollen erkannt werden und Vorurteile bearbeitet werden. Im Rahmen der Projektarbeit werden die Jugendlichen Filme drehen, in denen sie unterschiedliche Arten der Kommunikation sowie Barrieren und Schwierigkeiten aufzeigen. Des Weiteren standen ein Besuch im Heinz-Nixdorf Museumsforum in Paderborn, der Boulderhalle in Bielefeld sowie ein Besuch der Stadt Köln mit einer Führung beim WDR auf dem Programm. Am Ende der Woche präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse den Gastfamilien und zeigten, dass Europa Spaß macht, wenn man kommunikativ ist. Organisiert hat das Programm das Droste-Haus in Verl in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Gymnasium. Heike Rinke, Pädagogische Mitarbeiterin des Droste-Hauses und Sedef Wellige, Lehrerin am Städt. Gymnasium, betreuten die Gruppe gemeinsam mit den zwei schwedischen Lehrerinnen Veronica Johansson und Åsa Lundin.

Schweden in GT
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Erasmus+

Die Deutsch-Australische Jugendbegegnung ist gut gestartet.
Seit dem 24. März sind für mehr als drei Wochen 15 australische Jugendliche und ihre beiden Deutschlehrer Nahed Samuel und Jonathan Goodluck vom Donvale Christian College in der Nähe von Melbourne in Australien zu Gast in Paderborn. Untergebracht sind die Jugendlichen bei Schülerinnen des St. Michael Gymnasiums, die bereits im Herbst nach Melbourne geflogen sind. Nachdem die Deutschen im Herbst in Australien waren, sind die Australier nun zu Gast.

Die Australier nehmen am Unterricht im Gymnasium teil und halten Präsentationen zu Themen rund um die australische Kultur und Geschichte. Diese muttersprachlichen Vorträge stoßen auf großes Interesse. „Gerade bei einer lebendigen Sprache wie Englisch ist die authentische Begegnung durch nichts zu ersetzen“, so Karl-Josef Schafmeister vom Droste-Haus und Olga Hirsch ergänzt: „Schon bei dem Besuch in Melbourne sind Freundschaften entstanden, die nun natürlich fortgesetzt werden können.“
Insgesamt vier Tage voller Programm, Kultur und gemeinsamen Entdeckungen standen für die australische Austauschgruppe in Berlin in der Woche nach Ostern auf dem Programm. Gemeinsam machten sich die Jugendlichen des Donvale Christian College in Melbourne auf den Weg in die deutsche Hauptstadt, um ihr erworbenes Wissen mit den historischen Plätzen zu verbinden und sich ein eigenes Bild der vielfältigen Großstadt Berlins zu machen. Neben verschiedenen Museumsbesuchen waren besonders ein Fotoworkshop zur Berliner Mauer in der Bernauer Straße und der Besuch des Bundestags ein Highlight für die Jugendlichen. Trotz des intensiven inhaltlichen Programms blieb auch Zeit für eine Spreetour mit einem leckeren Eis in der Sonne.

Australier in Berlin
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Stadt Verl
Land NRW Familie
 

Junge Ungarn zu Gast in Gütersloh

Zum Thema „Verantwortung für mich, dich und Europa“ arbeiteten 15 ungarische und 15 Gütersloher Jugendliche vom städtischen Gymnasium für acht Tage zusammen. Das Projekt wird durch das EU Programm Erasmus + gefördert. Die jungen Ungarn wurden herzlich in Gütersloh in Empfang genommen und in ihre Gastfamilien verteilt. Die Familien gaben ihnen für eine Woche ein neues Zuhause und die Möglichkeit, ihren Familienalltag in Deutschland besser kennen zu lernen. 

In vier Workshops wurde über Verantwortung in der Schule, in der Familie, in der Gesellschaft und für die Natur diskutiert, informiert, Plakate gestaltet, Befragungen durchgeführt und mit Fotos dokumentiert. Besonders der Workshop „Verschmutzung der Meere – was habe ich damit zu tun“ beeindruckte die jungen Menschen. 

Das Leiterteam war sichtlich begeistert, wie schnell die Jugendlichen zu einer Gruppe zusammen wuchsen und wie gut die Ungarn die deutsche Sprache beherrschten. Die ungarischen Jugendlichen haben Deutsch als erste Fremdsprache gewählt und lernen es seit fünf Jahren. Neben der Projektarbeit gab es Programmpunkt wie z.B. Wanderung zur Sparrenburg und Führung in der Dr. Oetker Welt, Schlossbesichtigung in Detmold, oder Klettern im Kletterpark „Grenzenlos“. Bereits zum vierten Mal organisierte das Droste-Haus in Verl diese deutsche-ungarische Jugendbegegnung. Verantwortlich waren Margret Lütkebohle und Birte Hornberg-Ersay vom Droste-Haus sowie Julia Bultschnieder und Meike Winter vom Städtischen Gymnasium Gütersloh. Von ungarischer Seite begleiteten Eva Pallod und Erzsebet Alvincz die Gruppe des Gymnasiums der reformierten Kirche 3 in Szentendre nahe der Hauptstadt Budapest. Nach acht intensiven Begegnungstagen nahmen nun 30 Freunde voneinander Abschied. 

Zum Glück war diese Woche nur der erste Teil des Begegnungsprogrammes. Im Oktober machen sich die Gütersloher Jugendlichen auf den Weg nach Szentendre, um das Projekt weiter zu führen und ihre neu gewonnen Freunde wieder zutreffen.

Gruppenbild
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Stadt Verl
Erasmus+
 

Seit 28 Jahren kommt die Germanistik-Dozentin Dr. Irina Seleznjova mit einer Gruppe ihrer Studenten aus Krasnojarsk in Sibirien nach Verl. Jedes Mal mit einem anderen Stück. Bei den Studenten handelt es sich um angehende DeutschlehrerInnen, die auf diese Weise ihre deutsche Sprache perfektionieren. Die jungen Erwachsene wohnten für zwei Wochen in Gastfamilien in Verl und Umgebung. Die Abende und Wochenenden verbrachten die Gäste aus Sibirien in den Familien, tagsüber nahmen sie an einem theaterpädagogischen und kulturellen Programm in der Region teil. Neben dem Auftritt in Verl gab es weitere erfolgreiche Aufführungen im sauerländischen Eslohe und im Kloster in Rietberg-Varensell. Die Inszenierung, die liebevollen Kostüme sowie die Choreographien wurden von der Theatergruppe selbst entwickelt und umgesetzt. Zwei bis drei Monate habe sich das Ensemble auf ihre Auftritte in Deutschland vorbereitet und jedes Wochenende geprobt, erzählt Irina Seleznjova. Die Gruppe ist mittlerweile voller neuer und positiver Eindrücke in Sibirien angekommen. 

Diese Maßnahme wird gefördert durch
Land NRW Familie
Stadt Verl
 

Die Schülerinnen und Schüler der Jugendkunstschule Nr. 1 aus Witebsk in Weißrussland waren für eine Woche zu Gast in Verl.

150 Bilder haben die Jugendlichen mitgebracht. Davon hängen im Gymnasium 89, im Haus Elim in Bielefeld-Eckardtsheim 22 und im Droste-Haus 39 Bilder. Alle drei Ausstellungsorte lohnen sich.

  • Öffnungszeiten der Ausstellung im Verler Gymnasium
  • Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr bis Freitag, 29. Juni 2018.

Seit über 30 Jahren hält das Droste-Haus Kontakt nach Witebsk. Margret Lütkebohle, Vorstandsmitglied, hat in den 90er Jahren dreimal Witebsk besucht und dann zusammen mit Peter Quick (ehem. Lehrer des Verler Gymnasiums) den Austausch mit Witebsk und dem Verler Gymnasium zum Laufen gebracht. Seit dem sind Hunderte Jugendliche nach Witebsk gereist, immer im Zug in 26 Stunden durch die neuen Bundesländer in den 90erJahren und durch Polen und Weißrussland, dem unbekannten Ziel immer näher.

Mit den Bildern der Jugendlichen kommt jedes Jahr ein Stück Weißrussland in deutsche Wohnungen. Sie spiegeln den Gemütszustand der weißrussischen Gesellschaft wieder und regen immer wieder zum Nachdenken an. In unruhigen Zeiten, in denen wir alle leben, ist die Internationale Arbeit des Droste-Hauses wichtiger denn je. 

Diese Maßnahme wird gefördert durch
BUND
Stadt Verl