Begegnungen im Inland

Jugendliche beim Minigolf

Im Schnitt sind jedes Jahr bis zu 500 Jugendliche aus dem Ausland bei uns zu Gast. Eine Herausforderung immer wieder, denn ohne unsere Gastfamilien könnten wir es nicht schaffen. Das ehrenamtliche Engagement jeder einzelnen Familie ist herausragend und dafür danken wir Ihnen sehr. Denn nur durch die Gastfamilien lernen die Jugendlichen Deutschland hautnah kennen. Das internationale Jahr mit der ersten Jugendbegegnung startet im Februar und läuft dann kontinuierlich bis in den Herbst weiter. 

Unsere Pädagogischen Mitarbeiterinnen betreuen die Gruppen und bereiten im Vorfeld über Wochen ein umfangreiches Programm für den jeweiligen Aufenthalt vor. Von der Antragstellung wichtiger Fördermittel bis hin zum "Matching", welcher Jugendlicher am besten zu wem passt, alles wird abgestimmt und koordiniert. 

Wichtige Kooperationspartner für Internationale Begegnungen sind die weiterführenden Schulen. Wir arbeiten nicht nur mit Verler Schulen zusammen, sondern auch aus anderen Städten. Wenn Sie als Schule Interesse an einer Zusammenarbeit haben, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Neben dem Fachprogramm ist der Aufenthalt in einer Familie eine wichtige Säule der Begegnung. Wir suchen immer wieder engagierte und interessierte Familien. Scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen. 

Internationales Sommerfest 2019 - Europa bei uns zu Hause

Gruppen aus dem Ausland zu Gast

Gruppe aus Polen im März 2019
Gruppe aus Sibirien/Russland im April 2019
Gruppe aus Australien im März/April 2019
Gruppe aus Spanien im April 2019
Gruppe aus Lettland im Mai 2019
Gruppe aus Weißrussland im Mai 2019
Gruppe aus Schweden im September 2019
Gruppe aus Ägypten 2019
Gruppen aus der Schweiz 2019
Gruppe aus Russland im September 2019

Jugendliche aus Polen zu Gast

Bei strahlendem Frühlingswetter kam die erste Gruppe in diesem Jahr im Droste-Haus an. Dabei handelte es sich um 26 Jugendliche aus dem polnischen Breslau, die mit ihren drei Leiterinnen vom 17.- 24.03.19 in Verl zu Gast waren. Der Schüleraustausch, der in Zusammenarbeit mit Norbert Stuckenbrock vom Verler Gymnasium organisiert wurde, stand unter dem Titel „Freiheit“. Gefördert wurde die Begegnung vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Stadt Verl. Wie bei allen Jugendbegegnungen waren die Jugendlichen in Gastfamilien untergebracht, wobei viele alleine in einer Familie waren und so die Chance hatten, die deutsche Sprache zu üben und den Alltag in Deutschland hautnah kennen zu lernen.

Die Woche begann mit einer Begrüßung am Gymnasium durch Schulleiter Matthias Hermeler, der sich sichtlich über den Besuch der polnischen Gruppe freute. Anschließend folgte ein Rundgang durch die Schule, das gemeinsame Kennenlernen zwischen polnischen und deutschen Schülern und Schülerinnen und die Einführung in das Projektthema Freiheit. Am Nachmittag folgte eine Stadtführung durch Verl mit Bernhard Klotz zum Thema „Stolpersteine“. Im weiteren Verlauf des Aufenthaltes haben die deutschen und polnischen Jugendlichen gemeinsam am Film- und Kunstprojekt weiter gearbeitet. 

Der Empfang mit dem Bürgermeister Michael Esken im Gymnasium gefiel der Gruppe am besonders gut. Esken erläuterte die Geschichte Verls und ging auf Fragen rund um Wirtschaft und Ausbildung ein. Hier war vor allem der Fachkräftemangel Gesprächsthema. 

Gemeinsame Ausflüge nach Osnabrück, Lemgo und in die Oetker-Welt nach Bielefeld dienten dazu, die Umgebung kennen zu lernen und den interkulturellen Charakter zu fördern. 

Claudia Günther, pädagogische Mitarbeiterin im Droste-Haus und Leiterin der Gruppe, zog eine positive Bilanz: „Der Aufenthalt in den Gastfamilien und der intensive Kontakt unter den Jugendlichen ist uns in diesem Jahr besonders gut gelungen.“ Sie freute sich, dass sich viele Jugendliche für den Gegenbesuch im Mai anmelden möchten. 

Wer jetzt neugierig geworden ist und selber als Gastfamilie mitmachen möchte, kann sich im Droste-Haus informieren.

Polen in Verl 2019
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Stadt Verl
 

Projektfilm

 

Erfolgreicher Auftritt in Verl
Seit fast 30 Jahren kommt die Germanistik-Dozentin Dr. Irina Seleznjova mit der Theatergruppe „Alter Ego“ aus Krasnojarsk in Sibirien zu Besuch ins Droste-Haus. Jedes Mal mit einem anderen Stück, das die angehenden Deutschlehrerinnen ein Jahr lang in deutscher Sprache einstudiert haben. Aber nicht nur der Text muss sitzen, auch um die Kostüme oder Bühnenmusik kümmert sich die Gruppe selbst. In diesem Jahr fiel die Wahl auf ein Märchen, das vom Leben und der Liebe handelt. „Die wundersame Reise von Edward Tulane“ von der US-Amerikanerin Kate DiCamillo ist eine Geschichte über einen Porzellanhasen, den ein kleines Mädchen sehr lieb hatte. Auf einer Seereise ging er über Bord und wurde von einem Fischer gerettet. Doch das ist nicht die einzige Station auf der wundersamen Reise von Edward Tulane, dem Hasen, auf der er lernt zu lieben und geliebt zu werden.

Alisa Zenger verkörperte die Hauptfigur im einfallsreichen Porzellanhasenkostüm derart überzeugend, dass sie am Ende bei ihrem Auftritt im Pädagogischen Zentrum in Verl mit einem Sonderapplaus belohnt wurde. Für die 15 Studentinnen bestand die größte Herausforderung darin, es in deutscher Sprache aufzuführen, das aber sehr gut gelang. Die Intonation passte, war sich Iva Potrebova, die die Gruppe von seiten des Droste-Hauses betreute, sicher. Die Gruppe war 2 Wochen im Droste-Haus zu Gast und hat u.a. an einem Theaterworkshop in Vlotho bei Peter Ausländer teilgenommen.

Diese Maßnahme wird gefördert durch
Land NRW Familie
Stadt Verl
 

Impressionen vom Aufenthalt

Die Deutsch-Australische Jugendbegegnung ist ein voller Erfolg

Seit dem 30. März sind für vier Wochen 15 australische Jugendliche und ihre beiden Deutschlehrer Nahed Samuel und Philip Turland vom Donvale Christian College in der Nähe von Melbourne in Australien zu Gast in Paderborn. Untergebracht sind die Jugendlichen bei Schülerinnen des St. Michael Gymnasiums, die bereits im Herbst letzten Jahres nach Melbourne geflogen sind. Zurzeit findet die Rückbegegnung in Deutschland statt.

Die Australier nahmen vor den Osterferien am Unterricht im Gymnasium teil und hielten Präsentationen zu Themen rund um die australische Kultur, Tierwelt und Lebensweise. Diese muttersprachlichen Vorträge stoßen auf großes Interesse. „Gerade bei einer lebendigen Sprache wie Englisch ist die authentische Begegnung durch nichts zu ersetzen“, so Karl-Josef Schafmeister vom Droste-Haus. „Und für die australischen Schüler ist es eine wunderbare Übung vor deutschsprachigen Schülergruppen zu sprechen“, ergänzt Frau Samuel, die den Austausch von australischer Seite koordiniert. 

Jetzt, in der Woche vor Ostern, stehen vier Tage voller Programm, Kultur und gemeinsamen Entdeckungen für die Gäste aus Down Under in Berlin in auf dem Programm. Für dieses besondere Programmhighlight sind auch die beiden Schulleiter des Donvale Christian College, Timothy Argall und Steve Venour, nach Deutschland gekommen. Gemeinsam machen sich die Lehrkräfte und die Jugendlichen auf den Weg in die deutsche Hauptstadt. Dort gilt es für die Schülergruppe das Wissen aus dem Unterricht mit den historischen Plätzen zu verbinden und sich ein eigenes Bild der vielfältigen Hauptstadt Deutschlands zu machen. Die Australier erwartet neben verschiedenen Museumsbesuchen und der Besichtigung des Schlosses Charlottenburg auch der Besuch des Bundestags. Und sicherlich gibt es trotz des intensiven inhaltlichen Programms auch Zeit für eine Spreetour mit einem leckeren Eis in der Sonne.

Australier in PB
Die Bildrechte liegen bei der Stadt Paderborn/Joanna Becker
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Land NRW Familie
 

Auftakt für neue Jugendbegegnung mit Katalonien

Im April dieses Jahres hat nach mehrmonatiger Planung zum ersten Mal eine spanisch-deutsche Jugendbegegnung mit der Anne-Frank Gesamtschule in Gütersloh und des Insitut Baix Montseny aus Sant Celoni in Kooperation mit dem Droste-Haus in Verl stattgefunden. 

Im Februar war bereits eine Gruppe von 20 Jugendlichen der AFS mit der pädagogischen Mitarbeiterin Anne Schulte aus dem Droste-Haus und der Spanischlehrerin Stefania Salamon in der kleinen Stadt Sant Celoni in der Nähe von Barcelona zu Besuch. Anfang April haben sich nun 21 Jugendliche mit der Englischlehrerin Elisabet Real Lozano und dem Englischlehrer Dámaso Montes Salella aus der kleinen Stadt am Fuß des Montseny Berges auf den Weg zum Gegenbesuch nach Gütersloh gemacht.

Bereits zu Beginn der Begegnung hatten die Jugendlichen und die Gastfamilien an einem deutsch-spanischen Abend im Droste – Haus die Möglichkeit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und sich über die katalanischen und ostwestfälischen Traditionen und die jeweilige Kultur auszutauschen. 

Auf dem weiteren Programm standen neben der Projektarbeit in der AFS zum Thema „Europa – Wir entdecken Deine bunte Arbeitswelt“ Besuche bei der stellvertretenden Bürgermeisterin Frau Paskarbies im Gütersloher Rathaus, in der Dr. Oetker Welt in Bielefeld und beim wertkreis in Gütersloh. Die Jugendlichen haben so verschiedene Einblicke in verschiedene Berufszweige bekommen und europaweite Beschäftigungsmöglichkeiten kennengelernt. 

Weitere Highlights der Begegnung waren der Tagesausflug nach Köln mit der Besichtigung des Kölner Doms und die Gesprächsrunde mit zugewanderten und geflüchteten Jugendlichen, die über ihre Zuwanderungsgeschichte und ihre persönlichen Ausbildungs- und Berufsziele berichtet haben. Der Nachmittag im Kletterpark des SPI in Gütersloh war ein actionreicher und spannender Abschluss, sodass die Gruppe nach sieben erlebnisreichen Tagen glücklich und um viele neue Freundschaften und Erfahrungen reicher in die Heimat zurückgekehrt ist. 

Weitere Informationen zum Projekt und Erfahrungen der Teilnehmer können in folgendem Blog nachgelesen werden: https://santcelonimeetsguetersloh.home.blog/ . Das erfolgreiche Projekt mit Katalonien wird im Jahr 2020 fortgeführt.

Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Stadt Verl
BUND
 

Deutsche und lettische Jugendliche feiern Europa
„Europa das sind wir“ hieß der Projekttitel der Internationalen Begegnung zwischen Deutschen und Letten, die sich im Mai an der Janusz Korczak-Gesamtschule in Gütersloh getroffen haben. Zu Beginn stand das Kennenlernen der Gruppe im Vordergrund. Bei einer gemeinsamen Fahrt nach Berlin gelang dies vom ersten Moment an. Das Thema Europa zog sich wie ein roter Faden durch das Programm. Im Bundestag wurde die Gruppe von Ralph Brinkhaus, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, empfangen. Die Jugendlichen hatten viele Fragen zu seinem politischen Alltag, seiner Motivation und zur Europawahl.

Weiter ging es an der Janusz Korczak-Gesamtschule mit dem Projekthema "Europa das sind wir". In Kleingruppen ist ein Europalied in englischer Sprache sowie ein Plakat wie die Jugendlichen Europa sich wünschen entstanden. Eine Befragung unter der Bielefelder und Gütersloher Bevölkerung wurde in Hinblick auf die bevorstehende Europawahl durchgeführt. 

Ein weiteres Highlight war der Aufenthalt im Münsterland mit dem Besuch von Schloss Senden. Dort war auch ein Kamerateam vom WDR Fernsehen, die einen Bericht für die Lokalzeit drehten. Die Jugendlichen halfen an diesem Tag tatkräftig bei Renovierungsarbeiten mit und bekamen so einen Einblick in das freiwillige soziale Jahr im Denkmalschutz. Bei einem gemeinsamen Europafest feierten die Gruppen aus Schweden, Lettland und Weißrussland ausgelassen, bevor alle glücklich und zufrieden die Heimreise antraten. 

Der Gegenbesuch findet von Freitag, 27.09. - Freitag., 04.10.19 in Lettland statt. Die Jugendlichen sehen sich dann wieder und arbeiten am Thema "Europa das sind wir" weiter. Untergebracht sind die Jugendlichen auch in Gastfamilien.

Lettland 2019
Bild

Die Schülerinnen und Schüler der Jugendkunstschule Nr. 1 aus Witebsk in Weißrussland sind für eine Woche zu Gast in Verl.

80 Bilder haben die Jugendlichen mitgebracht, die alle im Gymnasium Verl hängen und auch erworben werden können.

  • Öffnungszeiten der Ausstellung im Verler Gymnasium
  • Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr bis Freitag, 14. Juni 2019.

Seit über 30 Jahren besteht der Kontakt des Droste-Hauses mit der weißrussischen Stadt Witebsk. Seit dem sind Hunderte Jugendliche in Kooperation mit dem Gymnasium Verl nach Witebsk gereist. Mit dem Zug in 26 Stunden Richtung Osten durch eine für die Jugendlichen unbekannte Landschaft. Mit den Bildern der Jugendlichen kommt jedes Jahr ein Stück Weißrussland in deutsche Wohnungen. Sie spiegeln den Gemütszustand der weißrussischen Gesellschaft wieder und regen immer wieder zum Nachdenken an. Darüber hinaus lernt der Betrachter durch Naturbilder, landestypische Gebäude oder Aquarelle vieles über Weißrussland. In unruhigen Zeiten, in denen wir alle leben, ist die Internationale Begegnungsarbeit des Droste-Hauses wichtiger denn je. 

Diese Maßnahme wird gefördert durch
BUND
Stadt Verl
 

Besuch der Jugendlichen der Jugendkunstschule Witebsk in Verl
Auch in diesem Jahr verbrachten 19 Jugendliche aus der Jugendkunstschule in Witebsk/ Weißrussland gemeinsam mit 14 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Verl eine spannende Begegnungswoche. Unsere gemeinsame Zeit stand unter dem Motto „Brücken bauen - Grenzen überwinden“. Wir erstellten zu diesem Thema kurze Erklärvideos mit dem Titel “Belarusian and German culture“, in denen wir uns und unsere Kultur mit der Kultur des Partnerlandes verglichen und die wir mit Informationen in englischer Sprache versahen. In diesem Filmworkshop, der am Montag und Freitag stattfand, lernten wir unsere Gäste automatisch über die Filminhalte besser kennen. Die Freundschaften wuchsen aber auch bei zahlreichen Exkursionen, beispielsweise nach Bremen, in die Dr.-Oetker-Welt in Bielefeld, das Theater in Bielefeld sowie das Museum Marta in Herford, wo wir ebenfalls an einem Kunstworkshop teilnahmen.

Bereits am Montagnachmittag wurde im Foyer des Gymnasiums die Kunstausstellung der Weißrussen aus der Jugendkunstschule eröffnet, die für die jungen Künstlerinnen und Künstler aus Witebsk immer ein besonderes Ereignis darstellt, da es für viele die erste Ausstellung ihrer Bilder im Ausland ist.

Am Freitag fand die Begegnung ihren Höhepunkt im Europafest, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Droste-Hauses in diesem Jahr anlässlich der Europawahl erstmals veranstalteten, und an dem Jugendliche aus Schweden, Lettland, Weißrussland sowie ihre Gastfamilien von drei Partnerschulen des Droste-Hauses, dem Gymnasium Verl, dem Städtischen Gymnasium Gütersloh sowie der Janusz Korczak-Gesamtschule Gütersloh, teilnahmen. Wie immer war der Besuch unserer Freunde aus Witebsk für alle eine große Bereicherung, und dass aus Fremden Freunde wurden, zeigte sich auch an der tränenreichen Verabschiedung.

Ein Bericht von Alicja Sinchenko, Lina Sundermann, Klasse 9b

Anmeldung zur nächsten Fahrt nach Witebsk im September 2019
Wer Interesse hat, im September mit nach Witebsk zu fahren, um eine unglaublich interessante neue Kultur und Jugendliche aus diesem Land kennen zu lernen, kann sich hierzu ab Anfang Juni bei Frau Feldmann, Frau Schmeer oder direkt im Droste - Haus anmelden. Wer noch Fragen hat, kann zu unserem Informationstreffen am 18.06.2019 in der 7. Stunde in Raum 131 kommen.

Deutsche-Schwedische Jugendbegegnung mit dem Städtischen Gymnasium Gütersloh

Unter dem Motto „Gemeinsam aktiv sein- Begegnung macht Spaß!“ erlebten 17 deutsche Jugendliche des Städtischen Gymnasiums Gütersloh und 17 schwedische Jugendliche der Solskifteschule in Åkersberga eine abwechslungsreiche Woche. Åkersberga liegt in der Nähe von Stockholm und ist mit knapp 30.000 Einwohnern eine Kleinstadt, zu dem das Droste-Haus seit 2011 Kontakte pflegt.

Nachdem die Jugendlichen am ersten Programmtag im Städtischen Gymnasium und im Rathaus der Stadt Gütersloh herzlich willkommen geheißen wurden, begann die Projektarbeit. Die Internationale Jugendbegegnung wurde aus den EU-Mitteln Erasmus+ gefördert. Während der Projektarbeit zum Thema „Gemeinsam aktiv sein - Begegnung macht Spaß!“ hatten die Schüler die Aufgabe ein Gruppenspiel zu entwickeln. „Durch die Arbeit im internationalen Team mit Jugendlichen unterschiedlicher sozialer, kultureller, ethnischer und religiöser Herkunft lernen die Jugendlichen unterschiedlichste Lebens- und Verhaltensweisen kennen“, so Heike Rinke, Pädagogische Mitarbeiterin vom Droste-Haus Verl. Gemeinsamkeiten, Unterschiede und kulturelle Besonderheiten sollen erkannt werden und Vorurteile bearbeitet werden. Während der Projektarbeit waren die Jugendlichen für eine Übernachtung im Haus Neuland in Bielefeld untergebracht und konnten so intensiv am Projektthema arbeiten und den gruppendynamischen Prozess vertiefen.

Neben der Projektarbeit standen ein Besuch im Kletterpark in Rietberg und eine Fahrt nach Münster noch auf dem Programm. Am Ende der Woche präsentierten die Jugendlichen den Gastfamilien ihre Ergebnisse und zeigten, dass allen die Begegnung viel Spaß gemacht hat. Die Jugendlichen diskutierten aufgrund der Friday for Future Bewegung und der Schwedin Greta Thunberg viel über ihre Zukunft und wie sie diese gestalten können.

Organisiert hat das Programm das Droste-Haus in Verl, in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Gymnasium. Heike Rinke betreute die Gruppe gemeinsam mit den zwei schwedischen Lehrerinnen Anna Karin Eriksson und Anna Jacquet.

Das Droste-Haus ist im Bereich der Politischen und Interkulturellen Bildung seit vielen Jahrzehnten im Kreis Gütersloh aktiv und setzt mit seinen Internationalen Jugendbegegnungen Akzente. Jedes Jahr nehmen 300 Jugendliche an Begegnungen teil.

Schweden in GT
Das Projekt wird gefördert durch:
Erasmus+
Stadt Verl
 
Ägypterinnen starten den internationalen Sommer
Seit Samstag ist am Schillingsweg die ägyptische Flagge gehisst, denn es sind 30 Mädchen unter der Leitung von Dr. Maggy Rashid und Marina Labib zu Gast. Mit der Gruppe aus Kairo startet der Internationale Sommer im Droste-Haus. In Kairo besuchen die Schülerinnen die Deutsche Schule der Borromäerinnen und machen dort das deutsche Abitur. Seit dem Kindergarten lernen sie die deutsche Sprache und sprechen diese perfekt. Während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes erkunden die Jugendlichen Ostwestfalen, Köln, Berlin und München, um möglichst viel von der deutschen Kultur kennen zu lernen. 
Erster Programmpunkt ist auch gleich ein wichtiger, um den Ort kennen zu lernen, an dem man jetzt viel Zeit verbringt, der Empfang der Stadt Verl. Durch Umbaumaßnahmen fand dieser in der Mensa des Schulzentrums statt und Bürgermeister Michael Esken freute sich sichtlich über den Besuch aus Ägypten. Themen wie Klimaschutz und die aktuellen Debatten und Demonstrationen dazu wurden genauso erläutert wie traditionelle Feste in Verl, Schützenfeste oder Verler Leben. Bei einem anschließenden Rundgang mit Bernhard Klotz vom Heimatverein, lernten die Mädchen Verl zu Fuß kennen und wunderten sich, über den wenigen Verkehr und die Ruhe, den sie so aus der 10 Millionen Heimatmetropole Kairo anders gewohnt sind. 
Der Höhepunkt des Aufenthaltes ist jedes Jahr der ägyptische Abend, den die Mädchen für ihre Gastfamilien einen Tag lang mit landestypischen Köstlichkeiten vorbereiten. Die Gastfamilien erhalten einen Einblick vom Leben in Ägypten und müssen bei einem Quiz viele Fragen zur ägyptischen Geschichte beantworten. Durch das Leben in den Gastfamilien erfahren die Schülerinnen viel über die Kultur und den Alltag in Deutschland. Einige Mädchen gehen abends noch durch die grüne Natur und genießen das kühle Sommerwetter, das sie so nicht kennen. Viele sind über die Herzlichkeit und Wärme der Gastfamilien angenehm überrascht. 
Genau aus diesem Grund sind die Internationalen Begegnungen so wichtig. „Internationale Jugendbegegnungen sind das Fundament guter internationaler Beziehungen – denn nur Menschen, die sich kennen und schätzen gelernt haben, können später auch gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten“, so Karl-Josef Schafmeister, Leiter der Einrichtung bei seiner Begrüßung. Weitere Gäste aus Israel, Weißrussland, Tschechien und der Schweiz verbringen ihren Sommer im Droste-Haus und werden alle gemeinsam am Samstag, 20. Juli das Internationale Sommerfest unter dem Motto „Europa bei uns zu Hause – 60 Jahre Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh e.V.“ feiern. 
Ägypterinnen 2019
Diese Maßnahme wird gefördert durch:
BUND
Stadt Verl
 

Schweizer Jugendliche aus dem Kanton Wallis in Verl

Seit dem 15. Juli sind nicht nur die langersehnten Sommerferien sondern auch über 100 Jugendlichen aus dem Schweizer Kanton Wallis für drei Wochen zu Gast im Droste-Haus. Vormittags pauken die Jugendlichen mit ihren Lehrern deutsche Vokabeln, weil sie im Wallis Französisch sprechen und Deutsch als erste Fremdsprache lernen. Nachmittags übernahm Droste-Haus-Mitarbeiterin Olga Bünemann das Zepter. Bei einer Stadtrallye konnte die Gruppe Verl entdecken und wurde von Bürgermeister Michael Esken oder vom 1. Beigeordneten Heribert Schönauer herzlich im Rathaus begrüßt. Weitere Ausflüge nach Paderborn zum Nixdorf-Forum, Köln und Bielefeld sowie der Besuch des Rietberger Kletterparks standen nachmittags auf dem Programm, um die Umgebung kennen zu lernen. 

Der Aufenthalt in einer Gastfamilie ist Teil des Programms. Bei gemeinsamen Mahlzeiten und Aktivitäten mit der Gastfamilie können die Jugendlichen ihre erlernten Sprachkenntnisse anwenden und Familienleben und Kultur in Deutschland hautnah erleben.

Der Leiter der Schweizer Gruppe Nicolas Fournier zeigt sich begeistert von der Motivation seiner Jugendlichen, die auch bei großer Hitze Vokabeln und Grammatik lernten, obwohl eine Abkühlung im Verler Freibad dann auch jeden Tag auf dem Programm stand. 

Nach drei Wochen endet am 05. August der Internationale Sommer im Droste-Haus.

CH1
CH2
 
Wologda im Landtag

Studierende aus Russland zu Gast im Droste-Haus

Bei herrlichem Spätsommerwetter ist eine russische Studentengruppe aus Wologda am Flughafen in Düsseldorf gelandet. Die 13 Studentinnen und Studenten der Polytechnischen Universität Wologda unter der Leitung von Ludmilla Lopina und Natalia Tarasova sind auf Einladung des Droste-Hauses für neun Tage nach Verl gekommen. Sie alle studieren an der Fakultät für Informationstechnologien in Wologda, das 500 Kilometer nördlich von Moskau liegt und von der Einwohnerzahl mit Bielefeld vergleichbar ist.

Ein besonderes Highlight fand gleich zu Beginn des Aufenthaltes statt. Zum 60. Jubiläum des Jugendaustauschwerkes hat Landtagspräsident André Kuper beim diesjährigen Internationalen Sommerfest die Jugendgruppen zu sich in den Landtag eingeladen. Das Fachprogramm für die Gruppe wurde schnell um den Besuch in Düsseldorf erweitert. Nach einem Rundgang durch den Landtag hatten die Studierenden die Gelegenheit mit André Kuper zu sprechen. 

„Ich freue mich, dass Sie meiner Einladung nach Düsseldorf gefolgt sind“, so Kuper in seiner Begrüßung. Kernpunkte der Diskussionsrunde waren die Bildungs- und Umweltpolitik genauso wie der weiterhin akute Fachkräftemangel in Deutschland. Die jungen Menschen aus Russland waren sehr interessiert und fragten, was sie denn mitbringen müssten, um in Deutschland einen Arbeitsplatz zu finden. Hier fand Kuper schnell eine Antwort: „Wie wir schon bei der Flüchtlingskrise feststellen konnten, ist das wichtigste, schnell die deutsche Sprache zu lernen, damit man in die Gesellschaft integriert wird.“

Droste-Haus-Mitarbeiterin Lilia Frizler hat ein umfangreiches Programm rund um das Thema Informationstechnologien zusammengestellt. „Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, den Studierenden verschiedene heimische Unternehmen wie Pfleiderer, Beckhoff Automation oder die IT Firma comspace in Bielefeld zu zeigen.“

Die Gruppe ist wie alle Gruppen des Droste-Hauses in Gastfamilien untergebracht und konnte am Abend die Eindrücke des Tages besprechen. Mit der Gruppe aus Wologda endet das Internationale Jahr - zumindest in Verl. Es stehen jetzt noch Gegenbesuche in Australien, Lettland, Spanien (Teneriffa) und Weißrussland mit etwa 70 deutschen Jugendlichen an.

Diese Maßnahme wird gefördert durch:
Land NRW Familie
Stadt Verl