„Facing the past - shaping the future“
Lebhaftes Stimmengewirr, neugierige Energie und jede Menge neuer Eindrücke nimmt man in diesen Tagen in Sant Celoni wahr. Seit dem 8. März findet hier eine internationale Jugendbegegnung mit dem Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh e.V., Träger des Droste-Hauses, mitten in Katalonien, rund 50 Kilometer nordöstlich von Barcelona, statt. 18 deutsche Jugendliche aus Gütersloh und 18 spanische Jugendliche arbeiten hier gemeinsam an einem Projekt unter dem Motto „Facing the past- shaping the future“, das von Erasmus+ und dem LWL-Landesjugendamt kofinanziert wird.
Begleitet wird die Gruppe von Bianca Gallardo Gomez vom Droste-Haus in Verl sowie Sina Clarenbach vom Städtischen Gymnasium in Gütersloh, gemeinsam mit den engagierten Gastgebern in Sant Celoni. Die Anfangsaufregung ist längst in echtes Miteinander übergegangen. Nach den ersten Kennenlerntagen tauchen die Jugendlichen nun tiefer in die Projektarbeit ein und erleben zugleich den Alltag und die Kultur ihrer Austauschpartner*innen. Besonders gut gelingt dies durch die Unterbringung in Gastfamilien. Gemeinsamer Alltag, Projektarbeit, Aktionen und Ausflüge ermöglichen einen intensiven interkulturellen Austausch über die Themen, die junge Menschen in Europa aktuell bewegen und genau das macht diese Begegnung so lebendig.
Inhaltlich dreht sich alles um Demokratie, Krieg und Frieden in Europa – Themen, die angesichts der aktuellen Weltlage nicht abstrakt bleiben. In spannenden Workshops und Diskussionen geht es darum, hinzuschauen, zuzuhören und Fragen zu stellen: Was bedeutet Frieden heute für uns? Welche Verantwortung tragen wir als junge Generation? Und wie können wir die Zukunft aktiv mitgestalten?
Besonders eindrucksvoll war der Besuch im Kulturzentrum für Frieden „Casa Jonch“ in Granollers, das sich dem Thema Frieden und der Erinnerung an die Bombardierung der Stadt im Spanischen Bürgerkrieg widmet. Beim Workshop „The day that everything changed“ setzten sich die Jugendlichen mit historischen Wendepunkten und persönlichen Erfahrungen auseinander und entdeckten dabei erstaunlich viele Parallelen zu heutigen Herausforderungen.
„Es ist berührend zu sehen, wie intensiv sich die Jugendlichen mit Fragen von Verantwortung, Frieden und Zusammenhalt auseinandersetzen“, erzählt Bianca Gallardo Gomez „In diesen Momenten wird deutlich, wie wichtig es ist, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern sie zu fühlen – und daraus etwas für die eigene Zukunft mitzunehmen.“
Auch Exkursionen nach Girona und Barcelona stehen auf dem Programm – mit viel Raum für Austausch, Nachfragen und gemeinsames Staunen.
Noch ein paar Tage bleiben, dann heißt es Abschied nehmen – zumindest bis zur Rückbegegnung in Gütersloh in fünf Wochen. Doch schon jetzt ist klar: Freundschaften wurden geknüpft, Horizonte erweitert und neue Ideen für ein friedliches Europa entwickelt.
Social Media und mentale Gesundheit
Vom 27. März bis zum 3. April 2025 haben sich 37 Jugendliche aus Deutschland und der spanischen Region Katalonien zu einer internationalen Jugendbegegnung getroffen. Nach dem ersten Kennenlernen im Februar in Sant Celoni (Spanien) stand nun der Gegenbesuch auf dem Programm. Unter der Leitung von Bianca Gallardo Gomez vom Droste-Haus, Sina Clarenbach vom Städtischen Gymnasium Gütersloh und zwei spanischen Leitungen des Institut Baix Montseny tauchten die Teilnehmenden tief in das Thema "Social Media und mentale Gesundheit" ein.
Die Woche begann mit einem gemeinsamen Aufenthalt in Düsseldorf, um die Stadt zu erkunden und dem Einstieg in das Projektthema mit vielen spannenden Workshops. Besonders beeindruckend war die Zusammenarbeit mit einem professionellen Videofilmer: Gemeinsam produzierten die Jugendlichen in Kleingruppen Videos, in denen sie ihre Tipps für einen verantwortungsvollen Umgang mit Social Media kreativ darstellten.
Sportliche Aktivitäten und ein entspanntes Picknick im Mohns Park in Gütersloh boten den Teilnehmenden Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und auszutauschen. Ein Ausflug nach Bielefeld mit der Besichtigung der Sparrenburg und der Kasematten brachte kulturelle Highlights näher. Nach dem Empfang vom Bürgermeister im Rathaus in Gütersloh entdeckten die Jugendlichen im Anschluss die Stadt auf spielerische Weise.
Den krönenden Abschluss bildete der traditionelle Gastfamilienabend im Droste-Haus: Hier kamen alle Teilnehmenden mit ihren Gastfamilien zusammen, genossen ein Buffet mit selbstgemachten Köstlichkeiten und präsentierten stolz ihre Projektergebnisse. In der kurzen Zeit sind die Jugendlichen eng zusammengewachsen und haben tolle Freundschaften entwickelt, die sicherlich auch über die Begegnung hinaus noch Bestand haben werden.
Diese Jugendbegegnung, gefördert durch Erasmus+, zeigte eindrucksvoll, wie internationale Zusammenarbeit und der offene Dialog über wichtige Themen Brücken zwischen Kulturen bauen und das gegenseitige Verständnis fördern können.
Digitalisation meets Nature
Vom 6. bis 13. Februar 2024 nehmen 38 Jugendliche – 18 aus Deutschland und 19 aus Spanien – an einer spannenden Jugendbegegnung in Sant Celoni, Katalonien, teil.
Organisiert vom Jugendaustauschwerk im Kreis Gütersloh, bekannt als das Droste-Haus in Verl, und gefördert durch das EU-Programm Erasmus+, wird diese Begegnung unter dem Motto „Digitalisation meets Nature“ in Kooperation mit dem Städtischen Gymnasium in Gütersloh und dem Institut Baix Montseny in Sant Celoni durchgeführt.
Im Fokus steht die Verbindung von Digitalisierung und Naturschutz sowie der Erhalt kulturellen Erbes. Die Jugendlichen setzen sich mit der reichen Geschichte der Region auseinander und besuchen bedeutende Orte wie die Altstadt von Sant Celoni, das historische Barrio Gótico in Barcelona sowie die beeindruckende Sagrada Familia. Diese bedeutenden Bauwerke sind nicht nur ein Symbol für die Geschichte und Kultur Kataloniens, sondern auch ein Beispiel für den verantwortungsvollen Umgang mit kulturellem Erbe.
Neben der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der digitalen Zukunft widmen sich die Teilnehmer*innen auch intensiv der Natur: Bei einer Wanderung entlang der spektakulären Costa Brava auf dem Camino de Ronda erleben sie die Schönheit und Bedeutung des Mittelmeerraums. Eine weitere Herausforderung erwartet sie beim Aufstieg auf den Berg Montseny im gleichnamigen Naturpark, einem UNESCO-Biosphärenreservat. Hier wird das Bewusstsein für Umweltschutz und nachhaltiges Handeln gestärkt.
Die Jugendlichen sind während der Begegnung bei Gastfamilien untergebracht und erhalten so die Möglichkeit, den Alltag und die Kultur ihrer Gastgeber hautnah kennenzulernen. Ein besonderes Highlight des Programms ist das gemeinsame Zubereiten typischer spanischer und katalanischer Gerichte. Dabei filmen sich die Jugendlichen gegenseitig und dokumentieren ihre Erfahrungen, um die Ergebnisse ihrer Projektarbeit anschließend zu präsentieren.
Begleitet wird die Begegnung von dem Bildungsreferenten Benjamin Ludwig und Sina Clarenbach vom Städtischen Gymnasium Gütersloh. Sie sorgen dafür, dass die Teilnehmenden nicht nur inhaltlich unterstützt werden, sondern auch eine bereichernde Zeit erleben können.
Dies ist der erste Teil des Projekts. Die Rückbegegnung findet im Frühjahr in Gütersloh statt. Dort werden die katalanischen Jugendlichen zu Gast sein und gemeinsam weiter am Projekt arbeiten.
Diese internationale Jugendbegegnung fördert den interkulturellen Austausch, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und ermöglicht eine tiefgehende Auseinandersetzung mit wichtigen Zukunftsthemen. Das Droste-Haus freut sich, durch dieses Projekt einen Beitrag zur Völkerverständigung und zur Sensibilisierung junger Menschen für Kultur und Umwelt zu leisten.